Happy Little Accidents

Dynamic Identities

workshop
teaching
Bauhaus-Universität Weimar

10 / 2014 – 01 / 2015

Im Wintersemester 2014/15 gaben wir erneut einen mehrmonatigen Fachkurs an der Bauhaus-Universität Weimar. Dreizehn Studierende der Fakultät Gestaltung setzten sich in dieser Zeit mit den Fragen auseinander was erfolgreiche Erscheinungsbilder heutzutage ausmachen, auf welchen intelligenten Konzepten diese basieren und wie man es schafft, flexibel und systembasiert zeitgenössische Identitäten zu entwickeln. Grundlage für die entstandenen Arbeiten waren zwei fiktive Briefings für realitätsnahe, regionale Kulturinstitutionen: zum einen das Kunsthaus Apolda Avantgarde und zum anderen der VDG Verlag Weimar.

 

Ausgangspunkt des Kurses waren folgende Überlegungen:

 

Jedem von uns begegnen Tag für Tag unzählige visuelle Erscheinungsbilder für Unternehmen, Veranstaltungen und Produkte. Sei es in Printkampagnen, Werbespots, im Web oder in sozialen Netzwerken – in den meisten Fällen bildet ein konventionelles Logo das Herzstück vieler dieser Markenidentitäten. Doch ist dieser Weg, ein Corporate Design auf einer reinen Logogestaltung aufzubauen, überhaupt noch zeitgemäß?

 

Herkömmliche Erscheinungsbilder erscheinen in einer responsiven, interaktiven und partizipativen Umgebung überholt. Stattdessen wären moderne und flexible Gestaltungssysteme notwendig, die das statische Logo ablösen. Besonders für Institutionen im kulturellen Bereich sollte ein starres stempelbares Logo nicht mehr das Maß aller Dinge sein. Die Wiedererkennbarkeit und Prägnanz eines zeit­genös­sischen Erscheinungsbildes muss nicht ausschließlich auf dem wiederholten Einsatz einer Wort- oder Bildmarke basieren – viel eher lässt sich Kohärenz durch eine Systematik und dem dynamischen Zusammenspiel verschiedener Gestaltungs­parameter erzeugen.

 


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Präsentation des Erscheinungsbildes für den VDG Verlag Weimar, Anne Marx und Robin Weißenborn